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Wie ist unser Zentrum für „Scharfes Sehen“ aufgebaut?

Die Netzhaut
Die Netzhaut ist die lichtsensitive Gewebeschicht auf der Rückseite des Augeninneren. Sie funktioniert wie der Film in einer Kamera: Die Bilder kommen durch die Linse des Auges und werden auf der Netzhaut fokussiert. Die Netzhaut wandelt diese Bilder dann in elektrische Signale um und sendet sie über den Sehnerv an das Gehirn.

Die Makula
Die Makula ist ein kleiner Teil der Netzhaut (nur ca. 5 mm im Durchmesser) im hinteren Teil des Auges oberhalb des Sehnervs. Die Makula ermöglicht uns ein scharfes und kontrastreiches zentrales Sehen, was für Tätigkeiten wie Lesen und Autofahren unerlässlich ist.

Die Photorezeptoren in der Makula
Die Makula ist der empfindlichste Teil der Netzhaut und verfügt über eine besonders hohe Dichte lichtsensitiver Zellen: die Photorezeptoren. Hier liegt unser zentrales Zentrum für scharfes Sehen, es benötigt besonderen Schutz. Deshalb lagert unser Körper drei spezifische Carotinoide über der Makula ab: das Makulapigment.

Das Makulapigment
Das Makulapigment besteht aus den drei Carotinoiden Lutein, Zeaxanthin und meso-Zeaxanthin. Das Makulapigment erscheint insgesamt gelb, weshalb die Makula auch als „gelber Fleck“ bezeichnet wird. Diese Carotinoide stammen aus unserer Nahrung und schützen die empfindlichen Photorezeptoren der Makula. Meso-Zeaxanthin ist in der Mitte dieses Pigments besonders hoch konzentriert.
Welche Bedeutung haben Carotinoide für unser Sehvermögen?
Die drei Makula-Carotinoide: Lutein, Zeaxanthin und meso-Zeaxanthin haben zwei wichtige Schutzfunktionen für die empfindlichen Photorezeptoren in unserer Makula:
- Sie können das schädliche blaue Licht filtern, d.h. wie eine innere Sonnenbrille wirken
- Sie haben starke antioxidative Wirkung und können dadurch schädliche freie Radikale abfangen
Makula-Carotinoide
In diesem Video erfahren Sie mehr zu den wichtigen Makula-Carotinoiden Lutein, meso-Zeaxanthin und Zeaxanthin: in welchen Nahrungsmitteln sie vorkommen und welche Funktion sie für die Sehkraft unserer Augen haben.
Nahrungsquellen für Makula-Carotinoide
Meso-Zeaxanthin: das zentrale Makula-Carotinoid
für Makula-Carotinoide
Meso-Zeaxanthin ist insbesondere in der Mitte des Makulapigments angereichert und trägt in besonderem Maße zum antioxidativen Schutz bei. Zeaxanthin ist besonders im mittleren und Lutein im äußeren Bereich des Makulapigments konzentriert.
Lutein und Zeaxanthin kann der Körper nicht selbst produzieren. Meso-Zeaxanthin kann teilweise in der Netzhaut aus Lutein gebildet werden. Allerdings zeigen Untersuchungen, dass dies nicht bei allen Menschen gleichermaßen geschieht, betroffene Personen weisen bei Untersuchungen des Makulapigments eine geringere optische Dichte im Zentrum des Makulapigments auf.
Studien zum Vergleich verschiedener Nahrungsergänzungsmittel mit Makula-Carotinoiden haben einen schnelleren bzw. höheren Anstieg der Makulapigmentdichte in allen Pigment-Bereichen gezeigt, wenn alle drei Carotinoide: Lutein, Zeaxanthin und meso-Zeaxanthin zusammen eingenommen wurden.
AMD und Tipps zum Schutz der Makula
Die Gesundheit der Makula ist eine wichtige Voraussetzung für den Erhalt unserer Sehkraft.
Eine schwerwiegende Erkrankung der Makula ist die altersabhängige Makuladegeneration (AMD), die in den Industrieländern die häufigste Ursache von schweren Sehbehinderungen im Alter ist. Die AMD verläuft in verschiedenen Formen und Stadien. Es kommt zu Veränderungen in den Gewebeschichten, die unter den Photorezeptoren liegen. Bei der trockenen AMD kommt es durch die Schädigungen zum langsamen Absterben von Photorezeptoren und damit zu Beeinträchtigungen bzw. zum Verlust des zentralen Sehens im Bereich der Fovea (der Stelle des schärfsten Sehens). Im fortgeschrittenen Stadium entfällt die Fähigkeit z.B. zum Lesen, Gesichter-Erkennen und Autofahren.
Augenärzte empfehlen regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen ab dem 55. Lebensjahr bzw. bei Verwandten mit AMD bereits ab dem 50. Lebensjahr, weil die Erkrankung anfänglich unbemerkt und schleichend beginnt.
Zu den bekannten Risikofaktoren zählen Rauchen, Alter und genetische Vorbelastung. Darüber hinaus tritt eine AMD häufiger bei folgenden Faktoren auf: helle Haut, blaue Augen, Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreiskauferkrankungen,
Zu den wichtigen Schutzmaßnahmen gehören eine gesunde mikronährstoffreiche Ernährung, Nichtrauchen, Sonnenbrille tragen, körperliche Bewegung.